Einmal über und unter "de Bahne"

Die Konfirmanden des 1. und 2. Jahrgangs nahmen an der Aktion "saubere Landschaft" teil
2021.05. Konfis 1Persönliche Treffen sind im Konfirmandenunterricht zurzeit nicht möglich. Die Corona-Pandemie bremst sie aus. Nur wenn der Inzidenzwert es zulässt, gibt es kurze zeitversetzte Treffen in Kleingruppen in der Kirche. Vieles läuft ansonsten digital ab. Da gibt es WhatsApp-Mitteilungen in schriftlicher Form oder Sprachnachrichten, aber auch Zoomkonferenzen am Computerbildschirm, wo dann auf Kacheln alle Gesichter der Konfirmand*innen zu sehen sind.
Diese digitalen Treffen sind in Zeiten der Pandemie die einzige Möglichkeit, Themen des Konfirmandenunterrichts angemessen zu behandeln. Jedoch ist dieses Format kein Ersatz für die wöchentliche Treffen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl „Das sind wir“ baut sich unter diesen, auf Abstand bedachten Bedingungen, nur schwer auf. Alles ist und fühlt sich anders an.
Da kam der Aufruf der Stadt Bad Bentheim mit der Aktion „Saubere Landschaft“ gerade recht. Coronakonform und mit FFP2 Maske geschützt machten sich die beiden Konfirmandenjahrgänge auf den Weg und entsorgten liegengelassenen Müll. Und zwar „über de Bahne“ (z. B. Dorfmitte, Mühlenberg) und „unter de Bahne“ (z. B. Mersch, Kuhkamp), wie man in Gildehaus zu sagen pflegt. Die Stadt Bad Bentheim unterstützte diese Aktion mit Handschuhen und Müllbeuteln.
2021.05. Konfis 2Am 28. April trafen sich die Konfirmanden des 2.Jahrganges auf dem Kirchengelände. Die Einteilung der Sammelgebiete „über de Bahne“ verlief problemlos. Die Konfirmand:innen sammelten Plastik, Masken, Papier, Zigarettenkippen, Glasflaschen und vieles andere mehr, das auf den Wegen eigentlich nichts zu suchen hatte. Nach zwei Stunden trafen sie sich zum Abschluss auf dem Mühlenberg. Einiges an Müll wurde zusammengetragen. Die Jugendlichen waren motiviert dabei, bot doch diese Aktion die Möglichkeit, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und etwas Gutes zu unternehmen.
Auch das Gebiet „Unter de Bahne“ sollte nicht vergessen werden. So kamen am 6. Mai die Konfirmand:innen des 1. Jahrganges zusammen. Diesmal war der Treffpunkt das Sandsteinmuseum am Romberg. Auch hier war ausreichend Platz vorhanden, um die AHA-Regeln einzuhalten. Wieder bildeten sich Paare, die mit Handschuhen und Müllbeutel ausgestattet wurden. Einige Jugendliche machten sich mit dem Fahrrad auf den Weg, um ihre Sammelgebiete zu erreichen. Andere blieben in der Nähe und liefen zu Fuß ihr Gebiet ab. Zum Abschluss fanden sich alle wieder am Sandsteinmuseum ein. Die unterschiedlich gefüllten Mülltüten boten ein trauriges Schauspiel. Sie wurden an einem zentralen Platz abgelegt und etwas später vom Servicebetrieb der Stadt Bad Bentheim entsorgt.
Beide Konfirmandenjahrgänge haben sich bereits mit dem Thema Schöpfung und deren Bewahrung beschäftigt. Mit dieser Aktion konnten die Jugendlichen ihren Teil dazu beitragen.
Antje Wilmink
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links: 2. Jahrgang - rechts: 1. Jahrgang

Konfirmandenseite - Gruppe Pastor Voget

Jahrgang 2018/20

Konfirmandenfreizeit in der Baccumer Mühle. Lingen vom 15. - 17.06.2018
Thema "Ich und du sind wir"

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Konfis meet Camp 2019.08. konficamp

09. - 13. August 2019

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Erntedank Gottesdienst, 29. September 2019

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42. Weihnachtsbaumabholaktion am 11. Januar 2020

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„Die Jugendlichen waren richtig freundlich, wir haben gerne etwas gegeben!"

Die Bereitschaft ist groß und der Spaß auch. Neben den aktuellen fuhren zahlreiche ehemalige Konfirmanden am 11. Januar mit, um die Bäume in Gildehaus einzusammeln. In diesem Jahr zum 42sten Mal. Dabei kam ein Betrag in Höhe von 3.603,85 € für den „Verein zur Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gildehaus e.V.“ zusammen. Allen Konfirmanden und Spendern sei herzlich gedankt. Begeistert erzählten einige der jungen Leute, dass sie z. T. einen größeren Geldbetrag erhielten, weit über die gewünschte Spende in Höhe von 3,00 € hinaus. Und der Berg der Süßigkeiten, die einige Haushalte wohl extra für diesen Tag besorgt hatten, wuchs im Laufe des Tages ansehnlich. Wir haben ein weiteres Mal erlebt, wie sehr die Aktion unserer Jugend im Dorf verankert ist.
Und phantastisch ist es, dass sich immer wieder Fahrer finden, die ihre Zeit und ihre Maschinen zur Verfügung stellen und uns beim Einsammeln helfen. Im Namen des Kirchenrates möchten wir uns bei den Treckerfahrern Florian Brandt, Holger Bus, Jörg Große Bardenhorst, Dirk Hagel, Holger Holke, Martin Holke, Egbert Veeltmann, Holger Wolf und Berthold Wilmink herzlich bedanken. Und vielen Dank dem Frühstücksteam Heike Wellen, Sabine Bollacke, Elke Rott und Marielle Heinink, wir wurden wunderbar versorgt.
Antje Wilmink und Lütger Voget

Konfirmation in Coronazeiten

Keine Hektik, in aller Ruhe den vorgesehenen Platz aufsuchen, Konfirmation unter so ganz anderen Voraussetzungen. 26 junge Menschen werden an zwei Tagen Anfang September konfirmiert. Zwei Kirchenratsmitglieder haben den Begrüßungsdienst und stehen mit Abstand vor der Eingangstür. Mit einer Sprühflasche werden die Hände desinfiziert, alle drei Minuten wird eine Familie auf die für sie vorgesehen Plätze begleitet. Auf die Küsterin Heike Wellen ist zusammen mit den Kirchenratsmitgliedern Verlass, die mehrstündige Tüftelei, wo kann wer sitzen, so dass die gewünschte Anzahl von Teilnehmenden in der Kirche Platz nehmen kann, hat sich gelohnt. Natürlich alle auf Abstand, anders geht’s nicht.
Es folgt der Einzug der Konfirmand*innen - nacheinander mit einer Kerze in der Hand. Vorne im Chorraum werden sie vorgestellt, Antje Wilmink, die Jugendrefentin, und ich nennen ihre Namen. Dann setzen sie sich in die Bank zu den Eltern, Haushalte sitzen beieinander.
In den Bänken liegen die Gottesdienstblätter. Das Thema des Gottesdienstes: „Leichtes Gepäck“. Was brauche ich zum Leben? Und was ist überflüssig? Koffer und Taschen an ungewohnten Orten in der Kirche, auf dem Klavier, an den Haken, die sonst für die Klingelbeutel gedacht sind. Mit Orgelmusik begrüßt Dine Kalter die Gemeinde. Im Verlauf des Gottesdienstes spielen und singen Bodo Wolf und Jana Schüttmann u.a. „Leichtes Gepäck“ von Silbermond. Professionell und leidenschaftlich. Tolle Musiker*innen haben wir an den beiden Tagen. Und natürlich darf das Kultlied einer jeden Konfirmation nicht fehlen, „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“. Die Predigt trotz der gebotenen Kürze vielleicht doch ein wenig lang? Mag sein. Ich stehe auf Abstand am großen „R“, dieses Mal keine Kanzel. Seit dem Reformationsjubiläum 2017 setzen wir das „R“ immer wieder gerne als Pult ein.
Der Höhepunkt, die Segnung der jungen Menschen. Paarweise kommen die Konfirmand*innen nach vorne, sie und diejenigen, die assistieren. Wer sie segnen soll, haben sich die jungen Leute selbst ausgesucht, Menschen, die ihnen viel bedeuten. Antje Wilmink liest den Konfirmationsspruch, ich spreche die Segensworte. Und währenddessen hält die Mutter die Hände segnend über den Kopf der Tochter, der Vater seine Hände über den Kopf des Sohnes. Der Bruder, die Oma, die Schwester… Ein Anblick, der anrührt. Jedes „Paar“ ist anders. Manchmal sehe ich ein Taschentuch im Gesicht eines Gottesdienstbesuchenden, verstohlen wird eine Träne weggewischt.
Zum Ende hin dann der Beitrag der Konfirmand*innen „Was wir noch sagen wollten“. Ein Abriss der Konfirmandenzeit mit schönen und humorvollen Erinnerungen. Antje Wilmink und ich erleben, dass wieder ein Jahrgang geht. Abschied. Durch Corona und die intensive Vorbereitung zum Ende hin besonders dicht. Draußen dann nur noch lockere Begegnungen, kein allerletztes gemeinsames Beisammensein mehr im Gemeindehaus wie sonst immer. Die Familien mit ihren schick gekleideten Söhnen und Töchtern laufen auseinander. Auf Wiedersehn. Wann und wo auch immer. Ich denke gerne an die gemeinsame Zeit zurück und bin froh, dass ich die jungen Menschen kennenlernen durfte. Sie und all die anderen haben diese Konfirmation zu einem außerordentlichen Zeitpunkt wunderbar mitgestaltet. Danke!
2020.10. konfirmation 1.1.2020.10. konfirmation 1.2.
2020.10. konfirmation 2.1.2020.10. konfirmation 2.2.
Monatsspruch
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Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.
(Hebr 10,24)
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