Wir sagen danke

Wir können wohl nur ahnen, was die meisten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegezentrums und der Ambulanten Pflege unseres Diakonischen Dienstes in Gildehaus in den zurückliegenden Wochen geleistet haben und noch leisten werden in der schwierigen Zeit, die vor uns liegt.
Für viele Berufsgruppen bietet diese Zeit so viel mehr freie Zeit, die allerdings auch gestaltet werden will. Viele sind in Kurzarbeit. Viele bangen um den Arbeitsplatz. Und so weiter und so fort.
Die Welt steht still. Alles fühlt sich anders an.
Wir alle gehören zur Familie Mensch. Wir alle befinden uns in dieser seltsamen Zeit in einer besonderen Situation, die besondere Maßnahmen erfordert. Vieles von dem, was unser Leben ausmacht „Findet nicht statt!“ Stattdessen heißt es: „Wir bleiben zuhause!“ „Stay home!“ - Weltweit.
Für die Pflegerinnen und Pfleger steht diese außergewöhnliche Zeit jedoch unter ganz anderem Vorzeichen. Neben der „normalen“ Arbeit heißt es für sie: Sich nicht anstecken und auch niemanden von den Bewohner*innen bzw. Patient*innen anstecken, die ja allesamt zur Risikogruppe gehören. Sie arbeiten am Limit. Schutzkleidung, Mundschutz und Handschuhe sind knapp. Der Pflegedienst kennt keine Feiertage. Und vom Applaus allein, kann die Miete nicht bezahlt werden. Das muss anders werden.
Umso wichtiger ist es, den Pflegerinnen, Schwestern und Pflegern gerade deshalb „Danke“ zu sagen, die in dieser Zeit maßgeblich dafür sorgen, dass die Schwachen in unserer Mitte nicht allein gelassen werden.
2020.04. wir sagen danke
Sie halten durch. Sie halten aus. Sie wecken auf.
Sie waschen und cremen und messen. Sie spritzen und wickeln und wechseln.
Sie laufen und putzen und wischen.
Sie schmieren Brote und schenken ein.
Sie hören zu. Sie machen Mut.
Sie reichen Hände. Sie singen und beten.
Sie trösten.
So viele Passionen in dieser Zeit, die sie in ihrem Dienst für andere leben.
Das kann nur die Liebe. Die kennt sich da aus. Wie Jesus. Gottes Liebe in Person.
Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Sie finden statt. Sie sind nicht abgesagt.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die Liebe aber ist die größte unter ihnen.“
(1. Korintherbrief 13,13) So steht‘s in der Bibel.
Die Liebe ist nicht totzukriegen. Jesus ist nicht totzukriegen trotz Karfreitag. Die Liebe bleibt.
Das wird Ostern gefeiert. Immer wieder.
In diesem Sinne wünsche ich dem Pflegepersonal weiterhin diese österliche Kraft für seinen Dienst an den pflegebedürftigen Menschen unseres Ortes. Und hoffentlich recht bald auch ein paar Inseln der Ruhe und Entspannung – wo auch immer. Es sei ihnen von Herzen gegönnt.
Gerhard Kortmann

Monatsspruch

Juni
Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
(1.Kön 8,39)
jahreslosung

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